Mein Lesejahr 2020

In den letzten Tagen habe ich bei vielen Bookstagrammer*innen und Buchblogger*innen einen Rückblick auf das vergangene Lesejahr gesehen. Da ich sowas bei anderen immer super interessant finde, möchte ich da einfach mal mitmachen. ☺️ Leider muss ich direkt vorab sagen, dass mein Lesejahr absolut katastrophal war. Zumindest was die Masse der Bücher angeht hänge ich deutlich hinter meinen Zielen und meinem üblichen „Durchsatz“ an Büchern. Wie sich das entwickelt hat und was eigentlich alles dazwischen kam, und was meine Jahreshighlights waren, möchte ich euch hier gerne erzählen.

Es begann alles mit einer der längsten Leseflauten, die ich je hatte. Im Januar und Februar kam ich einfach nicht in die Gänge und habe in diesen Monaten jeweils nur ein Buch gelesen. Im März und April ging es mit dem Lesen auch nicht bergauf. Corona und der erste Lockdown hatte bei uns allen die unterschiedlichsten Auswirkungen, bei mir bedeutete es vor allem eine Menge Arbeit, weil wir in der Buchhandlung einen Lieferservice auf die Beine gestellt haben, der auch ganz wunderbar von unseren Kund*innen angenommen wurde. Das war toll, bedeutete aber auch, dass ich abends meistens todmüde ins Bett fiel. Daher wurde es auch in diesen Monaten nicht mehr als jeweils ein Buch. 

Im Mai waren es dann immerhin drei Büchern, aber bevor ich wieder so richtig in meinen Rhythmus finden konnte, war da diese Kleinigkeit, die sich Abschlussprüfung nennt. Das war in dem Moment natürlich deutlich wichtiger, und um ehrlich zu sein konnte ich mich auch auf nicht viel anderes konzentrieren. Nach der Prüfung ging es dann bergauf und ich habe von Juli bis September immerhin wieder 3 bis 4 Bücher monatlich geschafft. Nicht irre viel, aber immerhin wieder im Flow. 

Oh, und dann kam schon wieder ein großes Ereignis. Ein Umzug in die eigenen vier Wände, worüber mein Freund und ich uns natürlich riesig gefreut haben. Aber das hatte natürlich wieder zur Folge, dass ich buchmäßig wieder nicht wirklich den Kopf frei hatte. Im Oktober haben wir einige Vorbereitungen getroffen und im November war es dann soweit. Daher habe ich auch in den beiden Monaten zusammen wieder nur vier Bücher geschafft. Vom Dezember brauche ich eigentlich gar nicht großartig reden. Das Jahresende bedeutet Weihnachtsgeschäft, und das bedeutet Stress. Trotzdem habe ich es hier immerhin auf vier Bücher gebracht, was damit erstaunlicherweise einer der stärksten Lesemonate 2020 war. 

✨ Gelesene Bücher: 26
✨ Gelesene Seiten: 7012
✨ Seiten pro Tag: 19
✨ Gelesene Frauen: 23 (88,5 %)
✨ Gelesene POC: 4 (15,4 %)
✨ Dickstes Buch: 448 Seiten (One of us is next)
✨ Dünnstes Buch: 80 Seiten Milkwishes

Insgesamt habe ich 26 Bücher gelesen, was nur knapp mehr als die Hälfte meines Ziels von 50 Büchern war. Dabei war dieses Ziel gar nicht so besonders hoch gesteckt, sondern entspricht eigentlich ganz gut dem, was ich normalerweise so schaffe. Auf eine Art frustriert mich das natürlich, aber andererseits hatte ich auch gute Gründe abgelenkt zu sein und habe 2020 doch so einige andere Dinge geschafft, auf die ich stolz sein kann.

Außerdem habe ich auch in 2020 ein paar wirklich tolle Bücher entdeckt. Meine Top 3 in diesem Jahr waren „Normale Menschen“ von Sally Rooney, „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber und „Dicht“ von Stefanie Sargnagel.

Für 2021 muss es zumindest mengenmäßig eigentlich wieder bergauf gehen. 😄 Ich habe mir einfach wieder vorgenommen meine üblichen 50 Bücher zu lesen und bin auch sehr motiviert das zu schaffen. Man weiß zwar nie, was das Jahr noch bringen wird, aber ich bin ganz zuversichtlich und freue mich schon wieder auf viele neue Entdeckungen.

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